25.05.2018

.: Neues Einlasssystem für die Mannheimer Stadtparks

HKS liefert neues System für die Stadtparks Mannheim. Modernere Kassen und Zugänge werden zukünftig Besucherströme besser leiten. [Quelle: Stadtpark Mannheim GmbH]

Im Luisenpark und im Herzogenriedpark wird es bald ein neues Kassen- und Einlasssystem geben. Dies gab die Betreibergesellschaft der beiden größten Mannheimer Parkanlagen gestern bekannt. Im Zuge der Neuerung werden nicht nur die Eingangsbereiche umgebaut, vielmehr wird die gesamte Technik an zeitgemäße Standards großer Freizeiteinrichtungen angepasst. Auch die Jahreskarte erfährt ein technisches wie visuelles Update. Im modernen Scheckkartenformat wird sie elektronisch funktionieren, personalisiert sein und in jedes Portemonnaie passen. Alle Zugänge sind barrierefrei und somit für Rollstuhlfahrer, Rollatoren und Kinderwagen passierbar.

„Es gab viele Gründe, dieses Großprojekt „Modernisierung Einlasssystem“ anzugehen“, so Joachim Költzsch, Geschäftsführer der Stadtpark Mannheim gGmbH. „Zuvorderst ist die Maßnahme dem Umstand geschuldet, dass unsere Kassen, und damit meine ich vor allem die dahinterstehende Technik, die den heutigen Ansprüchen schlicht nicht mehr gerecht wird. Wir haben heute zahlreiche Groß-Veranstaltungen mit enormem Besucheransturm: die Winterlichter, explore science, unser Parkfest oder einfach die 10 000 Besucher, die an einem Wochenende bei gutem Wetter unsere Anlagen aufsuchen. Es gilt, diese Besucherströme serviceorientierter und effektiver zu lenken, was das alte System so nicht leisten kann“, erklärt Költzsch.

Ein Vorteil, den die Besucher durch die Modernisierung haben, ist die verkürzte Wartezeit an den Kassen, wenn es mal voll wird. Dafür sorgen zukünftig moderne Zugangssysteme mit Ticketlesegeräten und automatisierten Drehtoren und Drehkreuzen, wie sie von Schwimmbädern, Metrostationen oder Stadien bekannt sind. Zukünftig soll es außerdem die Möglichkeit geben, an allen Kassen mit EC-Karte zu zahlen. Das neue System ermöglicht den Ticketverkauf über das Internet und somit kurzfristige Entscheidungen für Spontanbesuche von Veranstaltungen wie Halloween, und zwar ohne langes Warten an den Kassen. Das System kann überdies auch um Handy-Tickets erweitert werden. Bei der Auswahl des neuen Zugangssystems wurden auch die zukünftigen Anforderungen der BUGA23 berücksichtigt.

Im Luisenpark sind statt der bisher vier vorhandenen Eingänge zukünftig fünf geplant. Zu den bestehenden klassischen und bleibenden Kassen am Haupteingang und am Fernmeldeturm, ist eine neue Kasse an der Ecke Ludwig-Ratzel-Straße / Oberer Luisenpark geplant. Voll automatisiert geregelt werden die Zugänge am Unteren Luisenpark (geplante Fertigstellung: Mitte Oktober) sowie an der Fichtestraße (geplante Fertigstellung: Mitte November) sein. Der neu geplante Eingang „Ludwig-Ratzel-Straße“ / „Am Oberen Luisenpark“ bedient dann einen großen Teil der Besucher, die bisher den Eingang Fichtestraße oder Unterer Luisenpark ohne Jahreskarte nutzten.
Besucher können ab Mitte Juli an allen Kassen ihre alte Jahreskarte in die Jahreskarte im neuen Format eintauschen. Bei den beiden automatisierten Eingängen (Fichtestraße und Unterer Luisenpark) ist dies während einer Übergangszeit von drei Monaten bis Mitte Oktober möglich. Danach geht dieser Umtausch natürlich noch am Haupteingang, am Fernmeldeturm und an dem geplanten Eingang Ecke Ludwig-Ratzel-Straße.

Im Herzogenriedpark wird das selbe neue Einlasssystem eingeführt. In Zukunft wird es hier wie gehabt vier Zugangsmöglichkeiten geben. Der Haupteingang am Neuen Messplatz sowie am Eingang Grenadierstraße werden weiterhin als klassische Kassen betrieben. Die Eingänge an der GBG-Halle (geplante Fertigstellung: Mitte August) und an der Wohnbebauung Herzogenried (geplante Fertigstellung: Mitte Oktober) werden zukünftig nur noch vollautomatisiert betrieben, sind also nur noch mit Jahreskarte im neuen Format bzw. mit zuvor andernorts gekauften Tickets passierbar sein. Besucher können ab Mitte Juli an allen Kassen im Herzogenriedpark ihre alte Jahreskarte in die Jahreskarte im neuen Format eintauschen. Dies ist am Eingang GBG-Halle bis Mitte August und am Eingang Wohnbebauung Herzogenried bis Mitte Oktober möglich.

Statistische Auswertungen haben ergeben, dass die Eingänge, die in Zukunft voll automatisiert werden, bisher bereits in hohem Maße von Jahreskartenbesitzern genutzt wurden. Dort ist ein automatisierter Einlass ausreichend und sogar flexibler, denn man die , Zugangszeiten je nach Bedarfslage regeln. Alle Menschen, die den Herzogenriedpark sportlich nutzen, sollen zukünftig schön früher ihre Joggingrunden drehen dürfen. Demgegenüber sollen Ruhesuchende im Luisenpark noch dank ihrer Jahreskarte auch in den Abendstunden noch eine Spazierrunde drehen können.

Mit der Installation des neuen Kassensystems wird bereits Mitte Juli begonnen. Dieser Prozess, der gemäß der Planung innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen sein wird, wird für Besucher kaum spürbar, außer an dem neuen Aussehen der Eintrittskarten. Ansonsten wird das neue System völlig im Hintergrund installiert.
Die baulichen Arbeiten an den Zugängen werden dann abschnittsweise erfolgen. Begonnen wird bereits Mitte Juli im Herzogenriedpark mit dem Zugang an der GBG-Halle sowie im Luisenpark mit dem Bau des neuen Kassenhauses am Fernmeldeturm. Weiter geht es Mitte September, also nach den Schulferien, mit dem Zugang am Unteren Luisenpark und an der Wohnbebauung Herzogenried sowie Mitte Oktober mit dem Zugang gegenüber der Fichtestraße.

Während der Bauzeit von Mitte Oktober bis Mitte November muss im Luisenpark der Zugang Fichtestraße geschlossen bleiben. Hier kann aus technischen Gründen keine Ersatzkasse gestellt werden. Aus den gleichen Gründen bleibt im Herzogenriedpark der Zugang an der Wohnbebauung Herzogenried während der Bauzeit von Mitte September bis Mitte Oktober für etwa vier Wochen geschlossen. Die besucherstärksten Kassen, das sind im Luisenpark die Kasse am Haupteingang, die Kasse am Fernmeldeturm und die geplante Kasse an der Ludwig-Ratzel-Straße und im Herzogenriedpark die Kasse am Haupteingang sowie die Kasse an der Grenadierstraße, werden in beiden Parks auch während der Umbauarbeiten wie gehabt besetzt sein.

Gesamtlieferant des neuen Kassen- und Zugangssystems ist die weltweit agierende Firma SKIDATA, welche auf die Drehsperren und Portaldrehkreuze der Firma Gotschlich aus Klagenfurt zurückgreift. Die Technik des Unternehmens ist bekannt aus Stadien, Arenen und vielen Skigebieten. Die Kassensoftware bzw. der geplante Web-Shop wird von der Firma HKS aus Paderborn geliefert.